Die schnellste Methode, um einen Beitrag von 5 Minuten Leselänge zu schreiben.


Das Schreiben eines neuen Blogbeitrags braucht den Blick auf Relevanz, Nutzen, Unterhaltungswert und: ZEIT – Vergleicht man die zur Verfügung stehenden Medien Text, Video und Audio, dann ist DAS GESCHRIEBENE WORT noch immer am leichtesten formbar. Weil ich ein Stück weit auch ein Kontrollfreak bin und vor jeder Veröffentlichung immer alles noch ein paar Mal überarbeite, machen Texte am wenigsten Mätzchen. 

 

Der unschlagbare Vorzug von Textbeiträgen gegenüber Video und Audio

 

Bei VIDEO-Aufnahmen kann man im Nachhinein weder das Licht, die Farben oder die Qualität der begleitenden Tonaufnahme ändern. Natürlich wiegt noch schwerer, dass man erst recht keinen entglittenen Gesichtsausdruck, kein ungebügeltes Hemd und keines von 100 weiteren Details nach der Aufnahme korrigieren kann. Manchmal kann man durch ein glückliches Händchen bei der NACHBEARBEITUNG noch etwas retten, aber der Streßpegel ist bei Video-Arbeiten eben immer ziemlich hoch.

 

Nirgendwo sonst trifft man auf so viel persönlichen Selbstausdruck wie auf YouTube.

 

Viele YOUTUBER werden zweifellos vor allem deshalb bewundert, weil sie das Talent haben einfach abzuliefern oder es Ihnen offensichtlich egal ist, wie sie wirken, aussehen, was genau sie erzählen und ob sie ein bestimmtes Niveau erreichen – oder eben nicht.


Reine AUDIO-Aufnahmen gelingen bereits dramatisch leichter: solange du das Talent hast, eine AUSDRUCKSVOLLE SATZMELODIE hervorzubringen und dieses mit einer guten Tonqualität verbindest, fehlt dir nur noch ein Thema, über dass du flüssig redest und schon kannst du 'am laufenden Band' produzieren.


Die Erstellung guter TEXT-Beiträge hat natürlich ebenso ihre Tücken. Zum einen verlangen gute Texte nach einer ANSPRUCHSVOLLEN SPANNUNGSKURVE und am Ende liegt jedes einzelne Wort sprichwörtlich auf der Goldwaage.


Gerade das macht Texte selbstverständlich auch so wertvoll, denn man kann FORM UND WIRKUNG nachträglich leicht korrigieren. Bei der Überlegung, wie das Schreiben der Texte beschleunigt werden kann, fällt mir zuerst der typische Herr Direktor und seine Sekretärin aus Schwarz-Weiß-Filmen der 60er ein.


"Fräulein Meier – zum Diktat bitte!"


war damals die Methode der Wahl zur beschleunigten Anfertigung von Schriftsätzen. Irgendwann ab den Siebzigern wurden der Sekretärin die Diktate in Form von Tonbandaufnahmen übergeben, die dann von der Sekretärin ABGETIPPT wurden. Ich bin davon überzeugt, dass heute noch Heerscharen von Sekretären und Sekretärinnen digitale AUZFEICHNUNGSGERÄTE abhören, um gesprochene Worte in Schriftform zu bringen.


Wer viel mit Medien arbeitet und häufiger Interviews TRANSSKRIBIEREN muss, hat sicherlich bereits mit Online-Diensten zu tun gehabt, die einem diese Arbeit abnehmen. Inzwischen funktionieren diese Dienste recht gut, leider sind sie zumeist ausschließlich für den englischen Sprachgebrauch ausgelegt oder leisten einfach miserable Arbeit, indem sie puren Blödsinn auswerfen, der an chinesische Bedienungsanleitungen erinnert.


Nach Auswertung der ersten 50 Suchergebnisse bei Google zum Suchbegriff 'Audio Transkription' weiß ich, dass die einzig sinnvolle Übertragung von Audio- Inhalten in Schriftform nach wie vor noch immer RICHTIGE HANDARBEIT ist.


Man kann Audios zu einem Service hochladen und das Ergebnis zugesandt bekommen, man kann sie einem professionellen TRANSSKTIPTIONSDIENST übergeben, bei dem das von einer Software zunächst automatisch 'abgetippte' Audio zusätzlich von Hand überprüft wird.


Wer es stilvoller wünscht, weil zum Beispiel mehrere Sprecher eines Interviews voneinander unterschieden werden müssen oder die Satzstellungen der zuvor gesprochenen Inhalte in eine GEFÄLLIGERE SCHRIFTFORM gebracht werden sollen, darf sich am Ende auf eine gesalzene Rechnung gefasst machen.

MEINE LÖSUNG:


Um Blogbeiträge und Onlinekurs-Inhalte zu verfassen, habe ich EINE EIGENE METHODE erarbeitet, die bei mir rasch und flüssig funktioniert, und zwar:

MINDESTENS DREI- BIS VIERMAL SO SCHNELL 

wie die Texte komplett zu schreiben und die es ermöglicht, ein Diktat aufzunehmen, während man GLEICHZEITIG den Text bearbeiten kann.



Ich verwende hierfür das DIKTAT-WERKZEUG dictation.io, welches einen aktiven Browser benötigt, auf praktisch jede Sprache – darunter die deutsche – einstellbar ist und während des Sprechens die Möglichkeit bietet, den eingesprochenen Text ohne nennenswerten Verzug 'live' angezeigt zu bekommen und sofort korrigieren zu können.


Denn Dictation.io bietet – zumindest wenn ich es benutze – eine annähernd FEHLERFREIE ERKENNUNG meines gesprochenen Gedankengutes und bleibt solange eingeschaltet, bis man es von Hand ausschaltet. Viele andere Werkzeuge (darunter auch die Spracherkennung von Siri auf dem iPhone) schalten nach einer Weile der Stille einfach ab, was ober-nervig ist. Man kann sogar das Browserfenster wechseln, während im Hintergrund OHNE ABSCHALTAUTOMATIK weiter aufgezeichnet wird. 


Ich hatte bislang noch keinen einzigen Absturz, Datenverlust, Informationsverlust durch automatische Programmabschaltung oder sonstiges. Selbst das versehentliche Schließen des Browserfensters wurde mir gnädig verziehen – nach WIEDERHERSTELLEN der Inhalte aus dem Browserverlauf waren meine Texte noch immer da. 

 

PURE MAGIE! 

 

Als einzige eher seltsame Eigenschaft beginnt das Werkzeug jeden Satzanfang mit einem Leerzeichen und einem kleinen, ersten Buchstaben, verträgt sich 'dafür' jedoch dankenswerterweise mit der automatischen RECHTSCHREIBKORREKTUR von languagetool.org (sowieso ein must-have!!) und ist vollständig kostenlos. Einzig eine seitliche Werbeeinblendung zeugt davon, dass der indische Urheber digitalinspiration.com des Programms nicht aus reiner Programmierlust heraus arbeitet.


NICHT EINMAL COOKIES kommen zum Einsatz und ich obwohl ich bezweifle, dass man mit meinen gesprochenen Worten zum Zwecke der Spionage irgendetwas anfangen könnte, möchte ich natürlich nicht, dass mehr als nötig mitgelesen wird. Das Unternehmen beruft sich auf GDPR (DSGVO) und EULA Compliance – Datenschutz ist offensichtlich gegeben.


Nach der Aufnahme des Beitrages lasse ich noch eine ORTHOGRAPHIE-PRÜFUNG (die App 'CleanText' am Mac ist dabei einen Blick wert) für Satzzeichen und Zwischenräume drübergucken, fertig. Sowas gibt es sicher auch für PC, eine online-Alternative habe ich unten verlinkt. 


Die kleinen Buchstaben an den Satzanfängen muss man von Hand korrigieren und sicher an der einen oder anderen Stelle am Satzbau arbeiten, denn eingesprochene Texte klingen manchmal etwas holprig, wenn ein Leseauge darüber fliegt. Je nach den Sprechgewohnheiten der Nutzer kann es auch zu einer FÜLLWÖRTER-EXPLOSION kommen: "also ich meine jedenfalls, das will man ja schließlich wohl einigermaßen sicher nicht, oder? Ich auf alle Fälle nicht."

 
DIESES SIND DIE EINGESETZTEN WERKZEUGE:

Stimmenrecorder (dictation.io / online Tool)

 

Rechtschreibprüfung ( languagetool.org / online Tool)

 

Textbereinigung (CleanText, Mac, 30 Euro)

 

Außerdem bietet sich mit TextCleanr ein ähnliches, kostenloses online Tool an:

 

PS: Lesezeit

 

Laut Wikipedia benötigt ein geübter, 'schneller' Leser für 1000 Zeichen eine Minute Lesezeit.

Ein Beitrag mit rund 5000 Zeichen / entsprechend 800 Worten kann mit dieser Methode in 30 Minuten fürs Diktat und 30 Minuten für Korrekturen und Lektorat erstellt werden. Ohne Unterstützung der automatischen Texterfassungsmethode darf man dafür gut und gerne 2.5 Stunden ansetzen. 

Zumindest in meiner Wahrnehmung ermöglicht es diese Methode, einen lektorierten Blogpost von SEO-relevanter Länge in 60 Minuten und somit schneller als jede andere zu verfassen – auch wenn ich zugebe, dass ich am Folgetag nochmal eine gute Extrastunde an FEINSCHLIFF investiert habe. 

Probiere es aus – Erfahrungsberichte sind willkommen.
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